INSIDE FORGOTTEN WORLDS


Wir existieren in einer Zeit der sogenannten “Zweiten Moderne”. Unser Leben wird immer mehr geprägt durch Konsum und Anonymität. Der berühmte französische Anthropologe Marc Augé bestätigt: immer mehr “third places”, Räume, die von Gemeinschaft und Austausch leben, werden weniger besucht, während sogenannte “Non-Places” oder auch "Liminal Spaces” immer häufiger unseren Alltag bestimmen. In diesen bleiben wir passive Beobachter oder Reisende, nur kurz da, im nächsten Moment schon wieder weg. Flughäfen, Restaurant- und Hotelketten, Supermärkte. Kalte, anonyme Räume und Umgebungen, in denen kein kultureller oder sozialer Austausch stattfindet. Funktionalität wird über soziale Bedeutung gestellt. 

Doch gerade in diesen Zeiten ist der Austausch untereinander so wichtig wie noch nie. Um friedlich miteinander leben zu können, müssen die Menschen einander kennen, sie müssen einander zuhören, sie müssen einander verstehen. Das Mitgefühl, einem Menschen in Not zu helfen, kann nur dem Interesse des Einzelnen an seinen Mitmenschen entspringen. Die Globalisierung hat uns einander so nah gebracht wie nur möglich, wir dürfen uns nur nicht aus den Augen verlieren.



Informationen
Videoarbeit, 7:25 min
Material: Youtube, Found Footage
Musik: mason, moby
cathedral, moby
again (no drums), moby